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Stipendium wegen familiärer Schwierigkeiten

Stipendium für Isabell (Fallbeispiel)

Wann springt die Stiftung Marchtaler Internate mit einem Stipendium ein? Ein gutes Beispiel dafür ist die Geschichte von Isabell.

Isabell wuchs in einer sehr behüteten Familie auf. Ihre Mutter, ihr Stiefvater und ihr Bruder lebten gut zusammen. Isabells leiblicher Vater hatte sich nicht regelmäßig um sie gekümmert: Die Vaterrolle wurde vom Stiefvater übernommen.

Die Probleme begannen damit, dass der leibliche Vater regelmäßigeren Kontakt zu Isabell aufnahm. Mit übertriebenen Geschenken und viel Aufmerksamkeit sorgte er dafür, dass der familiäre Frieden immer mehr ins Wanken geriet.

Dann meldete der Arbeitgeber des Stiefvaters Insolvenz an. Er fand zwar schnell wieder Arbeit, doch die Familie hatte seitdem nur noch sehr geringe finanzielle Spielräume. 

Zu allem Überfluss erlitt Isabells Mutter kurz darauf einen schweren Unfall. Die Genesung zog sich sehr lange hin. Sie konnte in dieser Zeit keiner Arbeit nachgehen, was die finanzielle Situation zusätzlich verschärfte. 

Für Isabell waren das schwierige Zeiten. Die wichtigsten Stützen in ihrem Leben waren ins Wanken geraten, worunter sie sehr litt. Sie war psychisch oft angespannt, wirkte durcheinander und bekam zunehmend Schwierigkeiten in der Schule. 

Die verzweifelten Eltern wandten sich an die Schulpsychologin. Gemeinsam mit dem Rektor der Schule kamen sie zu der Erkenntnis, dass der Besuch eines Internats die richtige Lösung wäre, um Isabell feste Strukturen und ein stabiles Umfeld zu bieten. Doch das kam aufgrund der finanziellen Lage der Familie eigentlich nicht in Frage. 

Die Stiftung Marchtaler Internate bewilligte deshalb ein Stipendium, um Isabell den Besuch des Internats zu ermöglichen. Dieser Weg erwies sich für alle Beteiligten als segensreich. Isabell konnte ihre schulischen Leistungen stabilisieren, spielte Theater und Volleyball, fand Halt. 

Auch die familiäre Situation verbesserte sich. Den Kontakt zum leiblichen Vater hat sie inzwischen abgebrochen. Außerdem engagierte Isabell sich ehrenamtlich beim Jugendrotkreuz und später beim Deutschen Roten Kreuz, bei dem sie unter anderem eine zweijährige Ausbildung zum Sanitäter absolvierte. Derzeit bereitet sie sich auf das Abitur vor - mit besten Aussichten auf Erfolg. 

Wir von der Stiftung Marchtaler Internate freuen uns sehr, mit unserem Stipendium einen Beitrag zu dieser positiven Entwicklung geleistet zu haben. Isabell ist eine von vielen Schülern, die wir mit einem Stipendium unterstützen. So können wir engagierten Kindern und Jugendlichen trotz einer schwierigen Ausgangslage einen guten Start ins Leben ermöglichen.

„Dank Ihrer Unterstützung kann ich mich nun wieder viel besser auf meine schulische Ausbildung konzentrieren“

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